Leitbild des Österreichischen Studienzen­trums für Frieden und Konfliktlösung (ÖSFK)

Das ÖSFK auf Burg Schlaining versteht sich als ein Ort der respektvollen Begegnung und ein Ort des gemeinsamen Lernens. Wir möchten Menschen mit dem nötigen Wissen und friedenspolitischen Handwerkszeug aus- statten, um sie zu ermächtigen, in der Gesellschaft auf gewaltfreiem Weg zu intervenieren. Dabei verbinden wir friedenspolitische Praxis mit unterschiedlichen wissenschaftlichen Ansätzen.




Wenn Gewalt für viele Menschen das „letzte Mittel“ zum Umgang mit Konflikten zu sein scheint, so investiert die Friedensburg ihre Ressourcen in die zahlreichen und oft vernachlässigten „vorletzten Mittel“. Dazu zählen das zivile Krisenmanagement und die – langfristig betrachtet – wirksamste aller Möglichkeiten: die zivile Krisenprävention. Wir arbeiten dabei in einem breiten Spektrum vom Konfliktmanagement im Klassenzimmer über das Training von nichtstaatlichen und staatlichen Vertreter- Innen für Einsätze in Krisen- und Kriegsge- bieten bis zur hochrangigen Vermittlung in internationalen Konflikten. Nichtregierungs- organisationen und Ministerien zählen dabei ebenso zu den AnsprechpartnerInnen der Friedensburg wie die Vereinten Nationen, die OSZE oder die EU.

Die Friedensburg Schlaining richtet ihr Augenmerk auch auf die strukturelle Dimension von Gewalt. Stabiler Friede kann sich – im Kleinen wie im Großen – nie ohne Gerechtigkeit entwickeln. Gerechtigkeit in der Verteilung von Lebenschancen (effektive Armutsbekämpfung, Stärkung der Menschenrechte, Möglichkeiten zur Migration oder Geschlechtergerechtigkeit) werden dabei genauso betrachtet wie die wenig zivilisierenden globalen Handelsstrukturen. Dabei spielt auch der persönliche ökologisch nachhaltige Lebensstil eine zentrale Rolle.

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