Internationale Aktivitäten

1. „Peace Education in the Alps-Adriatic Region (AAR) – Initiatives and Best Practices in Schools“ 2011/12

KooperationspartnerInnen

Alpe Adria Universität Klagenfurt – Zentrum für Friedensforschung und Friedenspädagogik
Kinder- und Jugendanwaltschaft Burgenland
Landesschulrat für das Burgenland
Burgenländische Landesregierung / Europabüro

Gefördert von Alpe-Adria Arbeitsgemeinschaft.

Zum Inhalt

Im Rahmen dieser Arbeitsgemeinschaft Alpe-Adria wurde am ÖSFK 2011 erstmals ein "Internationaler PädagogInnen-Workshop" zu den Themenbereichen Gewaltprävention und Konfliktmanagement im Klassenzimmer durchgeführt. Am Seminar nahmen 17 PädagogInnen und 4 TrainerInnen/LektorInnen aus 6/10 Alpe-Adria Mitgliedsregionen teil. Ziel der Veranstaltung war einerseits ein Erfahrungsaustausch von Best Practice-Projekten im Bereich der Friedenspädagogik, die im Rahmen des Seminars interaktiv präsentiert wurden. Andererseits wurde auf Basis des Status Quo Platz für Visionen gelassen: Was müsste passieren (politisch, strukturell, gesellschaftliche, etc.), dass die Alpe-Adria Region eine Vorreiterin im Bereich „Akkordierter Friedenspädagogik“ werden kann. Dazu wurde in einer Brainstorming-Session ein Ideenkatalog verfasst, der 2012 an entsprechende Stellen im Alpe-Adria Raum (beispielsweise politische VertreterInnen) übergeben werden soll. Auch werden die Ergebnisse bei der Alpen-Adria-Konferenz, November 2012 in Villach, organisiert vom AAU-Instituts für Friedensforschung und Friedenspädagogik einem größeren Publikum präsentiert und sollen als Basis für eine weiterführende Diskussion dienen.

Mit dem Zentrum für Friedensforschung und Friedenspädagogik der Alpe Adria Universität Klagenfurt sind überdies Folgeprojekte in diesem Bereich angedacht.


2. Ein Auszug aus früheren internationalen Kooperationen

Das ÖSFK arbeitete in diversesten Projekten mit anderen nationalen wie internationalen Institutionen zusammen, um einen aktiven Beitrag in der außerschulischen Bildungsarbeit für Frieden und Konfliktlösung zu leisten – hier einige Beispiele:

ALPICOM – „Adult Training on Conflict Management and Non-Violence“

Friedenspädagogik ist ein Thema über die Grenzen – darum ist ein internationaler Austausch essentiell. Demzufolge war das ÖSFK u.a. Projektpartner der Sokrates Grundtvig 2 Lernpartnerschaft „ALPICOM – Adult Training on Conflict Management and Non-Violence“. Organisationen aus Italien, Belgien, Frankreich, Deutschland, Norwegen, Spanien, Großbritannien, der Slowakei, Ungarn und den Niederlanden hatten es sich zum Ziel gesetzt, Erfahrungen im Bereich Friedenpädagogik interaktiv auszutauschen und von einander zu lernen. Ziel des Projektes war es überdies, den Status quo von Erwachsenenbildung in Konfliktmanagement und Gewaltfreiheit in Europa zu erheben, die Ergebnisse, gemeinsam mit „Best Practices“ und „Lessons Learned“ in einem Katalog zu präsentieren und somit auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, die Erfahrungen aus den verschiedenen Ländern zu dokumentieren und Interessierten Anleitungen für effektive und effiziente Friedenserziehung zu vermitteln.

Museumspädagogik / Friedenspädagogik und Schulisches Konfliktmanagement in der Praxis

Von 2000-2006 wurde der Bereich Friedens- und Museumspädagogik und Schulisches Konfliktmanagement mit Hanna Orthofer weiter auf- und ausgebaut. Die Schwerpunkte lagen u. a. in friedenspädagogischen Führungen für Kinder und Jugendliche im Friedensmuseum Schlaining, sowie in aktiver Mediation bei Klassenkonflikten an Schulen für SchülerInnen verschiedenster Altersstufen.
Das Kindersommerprogramm bot Kindern von 6 bis 14 Jahren die Möglichkeit, eine Woche lang Workshops zu den verschiedensten Themen aus dem Bereich Frieden und Konfliktlösung in der Burg Schlaining zu besuchen.

First UNESCO/EURED In-Service Teacher Training Course „Human Rights and Peace Education in Europe“ 2004 - 2006

EURED („European Education as Peace Education“) ist bis heute ein Pionierprojekt von Lehrertraining in Friedens- und Menschenrechtserziehung, das unter der Schirmherrschaft der UNESCO, und im speziellen der Österreichischen UNESCO Nationalagentur steht. Der erste EURED Lehrgang (2004-2006) war offiziell als Universitätskurs der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt anerkannt. Das ÖSFK war in der Person von Präsident Gerald Mader im EURED-Beirat vertreten. Überdies stellte es die Kurskoordinatorin und war Veranstaltungsort und Organisator der EURED Abschlusskonferenz.
Der erste EURED-Kurs richtete sich an alle LehrerInnen und Lehrer-TrainerInnen aus ganz Europa. Insgesamt wurden 36 TeilnehmerInnen aus 16 Ländern von 31 internationalen ExpertInnen in verschiedensten Bereichen der Friedenserziehung trainiert. Europa war ein wesentlicher Teil des Curriculums – als Thema, Ziel und Methode von Friedens- und Menschenrechtserziehung. Die verschiedenen Veranstaltungsorte (Baskenland, ehemalige DDR, Südtirol, Ungarn und das Südburgenland) folgten der Vision, den Ort auch zur Methode zu machen. Kreativität, Mut zu Neuem, Innovationsgeist etc. – all dies sind Grundpfeiler der EURED-Methode. Der erste Kurs dauerte zwei Jahre und bestand aus vier Seminaren und einer Abschlusskonferenz, bei der die TeilnehmerInnen ihre Projektarbeiten im Bereich Frieden- und Menschenrechtserziehung einer ExpertInnenrunde präsentierten.

PeaceXChange

Die Abteilung Friedenspädagogik & Schulisches Konfliktmanagement des ÖSFK führt dieses Projekt in Zusammenarbeit mit dem Weltfriedensdienst e.V. (WFD) in Berlin durch. Weitere Projektpartner sind die Polish Humanitarian Organisation (PHO) in Warschau und People in Need (PIN) in Prag. Das Projekt läuft über drei Jahre und wird von der Europäischen Union finanziert. Ziel des Projektes ist es, Orte der Begegnung und des Wissens- und Erfahrungsaustausches für „Friedensmacher“ aus dem Süden und junge Menschen und MultiplikatorInnen aus dem Norden zu schaffen. Über verschiedene Veranstaltungen sollen die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit einer breiten Öffentlichkeit in Österreich, Deutschland, Polen und der Tschechischen Republik zugänglich gemacht werden und die Möglichkeit bieten, sich über das theoretische Wissen hinaus auch praktisch mit entwicklungs- und friedenspolitischen Themen auseinander zu setzen. Die Vision ist es, die Zielgruppen, also die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, für entwicklungspolitische Problemstellungen und die Möglichkeiten der friedlichen Konfliktbearbeitung zu sensibilisieren und sie aufgrund dieses Wissens- und Erfahrungszugewinns auch über das Projekt hinaus für einen Einsatz für die Belange des Südens zu mobilisieren.

Kulturelles Erbe – Pannonische Küche

Die Abteilung Friedenspädagogik und Schulisches Konfliktmanagement des ÖSFK führte im ersten Halbjahr 2007 in Zusammenarbeit mit dem European University Center for Peace Studies (EPU) und dem Zweig Tourismus/Ausbildungsschwerpunkt Wellness und Management der Höheren Bundeslehranstalt Oberwart das Projekt „Pannonische Küche“ durch. Das Projekt hatte eine Ausschreibung von BMBWK, Kulturkontakt Austria und der Österreichischen UNESCO-Kommission gewonnen.
Das Projekt hatte im engeren Sinn die so genannte pannonische Küche zum Inhalt, die zunächst gekocht und dann vorgestellt wurde. Die Dauer des Projektes erstreckte sich über das gesamte Schuljahr. Ende des Jahres wurde es einem internationalen Publikum – den Studierenden der EPU – in einer Burgenländischen Gala präsentiert. Die Präsentation erfolgte „dreisprachig“: Zunächst in „hianzischer“ Mundart, dann in Standardsprache und schließlich, zum besseren Verständnis der Gäste, auf Englisch. Als Dankeschön für diese Einladung veranstaltete die European Peace University eine „International Night“, wo die Studierenden der EPU Traditionen, Bräuche und Speisen der verschiedenen Herkunftsländer präsentierten.

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